In den letzten Tagen hat sich einmal mehr erwiesen, welch wertvolle Dienste ein guter Fahrradhelm leisten kann. Außergewöhnlich ist daran lediglich die Tatsache, dass dies nun auch für Fußgänger gilt, die bei plötzlichen Warmlufteinflüssen erheblichen Gefahren ausgesetzt sind. Ein Blick an die vereisten Dachrinnen und die teils meterlangen Eiszapfen überzeugt, dass es sich bei einer solchen Warnung keineswegs um einen Scherz handelt. Insbesondere bei plötzlichem Wetterwechsel sind die Risiken ernst zu nehmen. Um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden, sind die folgenden Vorsichtsmaßnahmen dringend anzuraten:
In städtischen Wohngebieten ist es dringend zu empfehlen, einen Mindestabstand von den Häuserfronten zu halten, um bei abgehenden Lawinen die Möglichkeit zu haben, sich kurzfristig zwischen parkende Fahrzeuge zu retten. Es ist weiterhin wichtig, Warnschilder zu beachten, die von sorgsamen Vermietern aufgestellt werden. Ein weiteres deutliches Warnsignal sind zerbrochene Eiszapfen am Gehsteig. Sie geben einen klaren Hinweis darauf, dass in diesem Bereich bereits Dachlawinen abgegangen sind. Hier muss damit gerechnet werden, dass weitere Schnee- und Eismassen folgen werden. In der Regel kündigt sich die Dachlawine durch ein lautes Krachen in Höhe des Dachfirsts an. Hat man die noch die Zeit dazu und erlaubt es der Verkehr, sollte man sich mit einem beherzten Schritt aus der Gefahrenzone retten. Ist dies nicht mehr möglich, sollten zumindest die Hände über dem Kopf verschränkt werden, um schlimmeren Verletzungen vorzubeugen.
Auch wer nicht bereit ist, beim nächsten Spaziergang präventiv zum Fahrradhelm zu greifen, kann also eine Menge tun, um Verletzungsrisiken durch Dachlawinen zu minimieren.